 Regina Rentel
Unsere   Hunde   sind   ein   Teil   unserer   Familie.   Sie   sind   für   uns   Sozialpartner.   Der Respekt    vor    unseren    Hunden    verbietet    es    uns,    sie    für    unsere    Zwecke    zu instrumentalisieren.   Das   heißt   für   die   Zucht,   dass   wir   unsere   Hündinnen   nur   so   oft Mama   werden   lassen,   wie   wir   das   Gefühl   haben,   dass   sie   dies   auch   wollen.   Der Wert    der    Zucht    liegt    für    uns    neben    oben    genannten    Aspekten    darin,    das gemeinsame   Erleben   mit   unseren   Hunden   zu   genießen   und   ihnen   ein   Gefühl   von Familie zu geben. So ist für uns ein Wurf ein wertvolles Ereignis. Er wird mit viel Liebe, viel Zeit und möglichst viel Sachverstand betreut. Unser Herz hängt an jedem einzelnen Welpen, den wir in den ersten 8 – 10 Wochen seines Lebens so fördern wollen, dass er einen möglichst guten Start ins Leben haben wird. Wie   dies   zu   erreichen   ist,   dazu   gehen   die   Meinungen   zurzeit   stark   auseinander. Einig   ist   man   sich   darin,   dass   eine   absolut   reizarme   Umgebung   nicht   förderlich   für die   nötige   Reifung   des   Gehirns   ist. Aber   welche   Menge   an   Reizen   förderlich   ist,   und ab    wann    es    vielleicht    doch    zu    viel    wird,    darüber    herrscht    bei    weitem    keine Einigkeit. Wir   gehören   nicht   zu   der   Fraktion,   die   meint,   viel   hilft   viel.   Wir   sind   überzeugt, dass   man   Welpen   (und   durchaus   auch   erwachsene   Hunde)   damit   innerlich   in   Unruhe bringen   kann.   Es   ist   in   unseren Augen   viel   wichtiger,   ein   stetes   Gefühl   von   innerer Sicherheit   zu   erlangen   als   jeden   Tag   mit   neuen   Herausforderungen   konfrontiert   zu sein.   Die   Gefahr,   am   Ende   doch   eine   innere   Unsicherheit   zu   erzeugen,   ist   uns   zu groß.   So   sehen   wir   neben   dem   schrittweisen   Heranführen   an   Entdeckungen   dieser Welt Ruhe als ein wesentliches Element der Aufzucht an. Mit    dem    Thema,    wie    eine    junge    Seele    (egal    welcher    Tierart)    zu    einem selbstbewussten    Wesen    wird,    habe    ich    mich    viel    beschäftigt.   Anhand    eigener Erfahrungen,   vielen   Büchern   und   Fortbildungen   habe   ich   meine   eigene   Vorstellung dazu   entwickelt.   Wir   sind   sicher,   dass   wir   von   Wurf   zu   Wurf   dazu   lernen   können und   Verbesserungspotential   erkennen   werden.   Dies   ist   unsere Aufgabe   als   Züchter. Und das tun wir mit Herzblut und Engagement.  
Jeder Züchter möchte in jeder Hinsicht wunderbare Vertreter „seiner“ Rasse züchten. Er berücksichtigt genetische und populationsgenetische Aspekte, wählt den Paarungspartner sorgfältig aus und zieht den Wurf mit viel Liebe und Aufwand auf. So auch wir.   Wie bei uns die Aufzucht aussehen wird, wollen wir kurz beschreiben, damit Ihr Euch eine bessere Vorstellung machen könnt. Unsere Aufzucht
Der Wurf ein Ereignis
We are Family
Weniger ist manchmal mehr
Unsere Leidenschaft
Aufzucht - konkret
Die   Welpen   werden   in   einem   Bereich   des   Wohnzimmers   geboren   und   aufgezogen, so   sind   sie   von   Anfang   an   im   modernen   Haushalt   integriert.   Selbstverständlich   ist die junge Familie auch nachts nicht alleine. In   den   ersten   vier   Wochen   haben   die   Welpen   zunächst   noch   sehr   viel   mit   sich   selbst zu   tun   und   beginnen   erst   ganz   langsam   ihre   Umwelt   wahrzunehmen.   Auch   ihr Immunsystem   ist   in   dieser   Zeit   zunächst   nur   schwach   ausgeprägt,   so   dass   sie   für Krankheitskeime   sehr   empfindlich   sind.   Deshalb   lassen   wir   in   den   ersten   vier Wochen noch keine Welpeninteressenten zu den Kleinen. Sobald    die    Welpen    anfangen,    ihre    Umwelt    zu    erkunden,    wird    der    Auslauf schrittweise   erweitert   und   nach   und   nach   mit   wechselnden   Objekten   ausgestattet. Somit   sammeln   die   Welpen   zunehmend   mehr   Sinneseindrücke   und   Erfahrungen   mit unterschiedlichen Dingen. Je   nach   Entwicklung   können   die   Welpen   dann   in   der   4.   /   5.   Woche   auch   vom Aufzuchtsraum in den abgetrennten Teil des Garten hinaus. Unser    Garten    gleicht    für    die    Welpen    einem    Abenteuerspielplatz.    Es    gibt unterschiedliche   Untergründe   (Rasen,   befestigte   Wege,   gemulchte   Flächen)   und unterschiedliche   Strukturen   (flache   Flächen,   Abhänge,   eine   kurze   Treppe,   Büsche usw.).   Taktile,   optische   und   akustische   Reize   kommen   dazu,   damit   Gewöhnung   und Vertrautheit entstehen können. Wird   ihnen   dann   auch   diese   Fläche   zu   klein   und   sie   sind   bereit   für   neue Abenteuer, werden sie später auch die anderen Gartenteile erobern können. Wenn    die    Welpen    dann    sieben    Wochen    alt    sind,    haben    sie    einen    vollen Terminkalender.   Sie   müssen   zum   Augenarzt,   wo   die   vom   Verein   vorgeschriebene ophthalmologische     Augenuntersuchung     gemacht     wird.     Sie     bekommen     ihre Erstimpfung   und   der   Zuchtwart   des   „Club   für   Britische   Hütehunde“   kommt   ein zweites Mal, um die Welpen zu begutachten. Ein   Welpe   ist   mit   8   Wochen   natürlich   noch   lange   nicht   „fertig“.   Er   muss   noch   viel lernen,   noch   viel   erleben.   Und   so   ganz   langsam   prägt   sich   dann   in   den   ersten Lebensjahren sein Charakter, seine Art, durchs Leben zu gehen, heraus. Für    unsere    mit    viel    Liebe    und    Mühe    aufgezogenen    Welpen    wünschen    wir    uns Besitzer,    die    gut    zum    jeweiligen    Welpen    passen    und    ihm    ein    lebenslanges, verständnisvolles   Zuhause   sein   können   und   wollen.   Wir   werden   die   zukünftigen Besitzer   deshalb   sehr   sorgfältig   auswählen.   Wir   hoffen   auf   Euer   Verständnis,   dass wir   hierfür   auch   mal   persönliche   Fragen   stellen   werden.   Und   da   nicht   alle   Welpen gleich   sind,   genauso   wenig   wie   alle   Menschen   /   Familien   gleich   sind,   passt   eben auch   nicht   jeder   Welpe   in   jedes   neue   Zuhause.   Wir   wollen   gemeinsam   mit   Euch herausfinden, wer wohl am besten passen könnte. Nach   der   Abgabe   sind   wir   weiterhin   sehr   an   der   Entwicklung   unseres   ehemaligen Schützlings    interessiert.   Aus    züchterischem    Interesse,    denn    nur    wenn    wir    die Ergebnisse   unserer   Arbeit   und   Überlegungen   sehen,   können   wir   für   die   Zukunft lernen.    Und    aus    persönlichem    Interesse,    weil    natürlich    unser    Herz    auch    am erwachsenen Hund hängt. Selbstverständlich könnt Ihr uns auch bei Fragen und Sorgen kontaktieren.
Zunächst kein Besuch
Schritt für Schritt
Und dann seid Ihr gefordert
Kein: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
Kein: Aus den Augen, aus den Sinn